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Gratulation, Gerhard Schröder, zu diesem Freund!

Man kann Gerhard Schröder nur zur Freundschaft mit Präsident Putin gratulieren, mit dem er in St. Petersburg seinen 70. Geburtstag beging. Putin trägt dem übrigen Europa seit dem Jahr 2000 die kooperative Partnerschaft an. Doch schon 1994 warnte der Aussenminister von Putins Vorgänger (und Entdecker) Boris Jelzin: Wie der Westen – unter Amerikas Führung – das um seine Art von Demokratie ringende Russland “herumschubse”, werde sich bitter rächen … “binnen 15 Jahren”. Da sind wir nun, dabei darf es aber nicht bleiben. Die Realpolitik gebietet es anders.

 

Putin, ein Freund der Deutschen, will den Verbund mit dem EU-Europa. Er ist der Europäer im Kreml. Seit 14 Jahren ruft er nach der Neuordnung von Lissabon bis Wladiwostok. Wer 143 Mio. Russen führt, die 1,32 Mrd. Chinesen als direkte Nachbarn haben – an 7000 km gemeinsamer Grenze, kann nur den Schulterschluss mit dem übrigen Europa suchen.

Das EU-Friedensmodell auch mit China organisieren

Denn gemeinsam sind EU und Russland – vorläufig noch – stark genug, um das EU-Modell des Friedens durch Interdependenz auch mit der künftigen Weltmacht China zu organisieren. Übrigens bleibt dazu der Verbund mit den USA unerlässlich. Was aber nichts mehr mit einer amerikanischen Kommandogewalt zu tun hat, die sich überlebt, je weniger die Vereinigten Staaten “europäisch” werden:

Um 2050 werden die US-Bürger nur noch zur Hälfte europäische Vorfahren haben. Der organisierte Verbund von New York über Brüssel/Moskau bis Wladiwostok/San Francisco darf nicht am Streit um die – fehlenden – gemeinsamen Werte scheitern.

Völkerrechtsbrüche wohin man blickt – damit muss man leben

Auf der Krim brach Putin das Völkerrecht; Amerika besorgte dasselbe mit dem nicht erklärten Drohnenkrieg oder auf Guatanamo bzw. mit Foltergefängnissen des CIA in anderen Ländern. Realpolitik erlaubt aber nicht, deswegen die Zukunft aufs Spiel zu setzen. Sie kann für Europa nur noch gemeinsam sein – mit dem Nachbarn Russland wie dem fernen Freund USA.

Putin beim Wort nehmen

Nach dem Ende der Sowjetmacht und ihrer Beherrschung Osteuropas schien “die” Chance zum Aufbau des neuen Gesamteuropa greifbar. Sie wurde vertan. Belanglos ist nun, warum und von wem.  Aber dieser Faden muss wieder aufgenommen werden … muss zum Halteseil einer neuen kontinentalen Ordnung geknüpft werden: Mit Gerhard Schröders Freund Wladimir Putin ist das noch immer möglich.

Nun naht die Zeit, Präsident Putins Rede vor dem Deutschen Bundestag im Oktober 2001 nachzulesen … sein europäisches Bekenntnis zum 50. Jahrestag der “römischen” EU-Einigungsverträge im Pariser Weltblatt LE MONDE (28.3.07). Erstrecht die Entwürfe und Skizzen aus Moskau für eine neue kontinentale Sicherheitsordnung: Endlich auch mit gemeinsamer Raketenabwehr. Nicht nur um Öl und Gas geht es!

Die Zeit ist da, Putin nicht nur die Hand zu “halten”, sondern erstrecht ihn beim Wort zu nehmen. Mit dem Kriegsgeheul dieser Wochen aber muss endlich Schluss sein.

Posted in Allgemein, EU-Russland: unser Schicksal, Neuer Westen: Russland, USA - Scharnier Europa, Tacheles, Weltfriede 2050: Kooperation der Kontinente.


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