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Nationalisten sind Totengräber

Ohne die EU gibt es für Europäer weder Frieden noch Patriotismus

Der Moskauer Sender „Stimme Russlands“  publiziert (22.1.14) eine Studie über  die in Europa erstarkten Nationalisten. Getarnt als „Euroskeptiker“ oder „Populisten“ lösen sie auch in Moskau keine Begeisterung mehr aus. Längst sind die Zeiten vorbei, als der sowjetische Aussenminister Wjatscheslaw Molotow 1954 in einem Ukas festlegte, jedwede Einigung Westeuropas sei sowjetischer Politik unerwünscht. Daran ändert auch das politische Tauziehen um die Ukraine zwischen der EU und Russland rein gar nichts.

Nationalstaaten ohne alle nennenswerten Souveränitäten - Folge von 1914

Das momentane, letzte Aufbäumen der Nationalisten in Europa dokumentiert deren Dummheit, ihre vor allem aber politische Einfalt. Ausgerechnet im Jahr 2014! Hundert Jahre sind es her, dass Europas Nationalstaaten am 2. August 1914 im geisteskranken Nationalismus ihren Selbstmord starteten. Auch deswegen sind sie heute nackt und hilflos.

Sie können – abgesehen nur von Russland – ihre eigene Verteidigung nicht mehr garantieren. Ihr Lebensniveau hängt von den Partnern ab.  Zum Schutz des eigenen Volkes vor der Kriminalität sind sie so unfähig wie vor den massenhaften Umweltverschmutzungen aus der übrigen Welt. Unfähig sind Europas Staaten zur Sicherung des eigenen Geldwertes – das ist die wichtigste Souveränität (alten Stils) neben der Verteidigung.

„Souveränität“ – nur noch per EU

Erst die EU sorgt dafür, dass West- und Mitteleuropas politisch bankrotte Staaten ihre verlorenen Souveränitäten wieder zurück gewinnen: Kopfkrank ist, wer da immer wieder von der „Hergabe“ nationaler Souveränitäten an „Brüssel“ faselt – was man nicht mehr besitzt, kann man nicht weiter reichen.

Nur noch gemeinsam ausgeübte Souveränitäten geben den EU-Völkern ihre nationalen Hoheiten zurück. Diese EU-Organisation gegenseitiger Abhängigkeit der alten Nationalstaaten bringt zugleich dem Frieden im ganzen Europa die noch nie erlebte Chance unbegrenzter Zeitdauer.

Bilanz nationalistischen Wahnsinns

Im Weltkrieg II. starben 55 Mio., allein 27 Mio. Russen (überwiegend Zivilisten!), nicht zu reden von Europas 17 Mio. für den Rest ihres Lebens verkrüppelten Verwundeten. Im Weltkrieg I. starben 8,5 Mio. Von Napoleons 650 000 Soldaten, die 1812 vor Moskau erschienen, kehrten nur 40 000 heim. Reicht das, um die “Segnungen” des nationalistischen Wahnsinns zu dokumentieren?

Nicht umsonst tarnen sich die Feinde der gesamten europäischen Menschheit als “Euroskeptiker” oder “Populisten”. Diese Begriffe verstecken, worum es denen geht. Tatsächlich sind diese Kräfte gemeingefährlich. Nationalstaaten dieses Kontinents haben in zwei Weltkrieges ihre Unfähigkeit zum Frieden furchtbar bewiesen – Deutschland 1939-45 an der Spitze.

Wann wird Madame Le Pen zur Patriotin?

Den Völkern zumutbar sind diese Nationalstaat-Phänomene nur noch eingebunden in europäische Systeme zur Kooperation und Interdepenz. Nie wieder Krieg auf unserm Kontinent. Das steht auf allem, das Europa heisst! Wer an die Menschen denkt weiss: Nur wer Europa baut ist Patriot.

Ob es auch Frankreichs Madame Marine Le Pen noch lernt? Ihr Land war es doch, das den besiegten Nazi-Deutschen ab 1949/50 die Hand zur friedenspolitischen Verständigung reichte! Französisches Genie liegt der EU zugrunde – inzwischen längst als Modell für die Welt.

Russland gehört zu uns

Russlands Präsident Wladimir PUTIN bejaht das EU-System seit dem Jahr 2000. Sieht es als methodisches Beispiel für Eurasien. Im Pariser Weltblatt LE MONDE (28.3.2007) feierte er die europäischen Einigungsverträge von Rom (zu deren 50. Geburtstag) mit Worten, die man zuletzt von den EU-Vätern hörte – wie Frankreichs Robert Schuman und Deutschlands Gründungskanzler Konrad Adenauer (den die Führer des sowjetischen Russlands 1955 im Moskauer Bolschoi-Theater feierten – eindrucksvoll wie selten).

Denn Russland gehört zu diesem kontinentalen Friedenswerk – als eurasiatischer Partner der EU in der künftigen Ordnung in diesem Teil der Welt. Nicht einmal an umstrittenen Wertevorstellungen darf dieses europäische Friedenssystem des 21. Jahrhunderts scheitern. Um es unmissverständlich zu sagen: Erst Friede kann dauerhafte Freiheit bringen. Nicht umgekehrt.

 

Posted in Allgemein, EU-Russland: unser Schicksal, Neuer Westen: Russland, USA - Scharnier Europa, Weltfriede 2050: Kooperation der Kontinente.


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