Skip to content


Mit neuen Atommächten leben lernen

Bis 16. April will Nordkorea (NK) mit seiner neuen Unha-3-Rakete einen Beobachtungssatelliten ins All schiessen. Südkoreas Geheimdienst warnt vor einer Langstreckenrakete, der ein dritter Atomwaffenversuch folgen solle, nach den Ersten `06 und `09. Wie Iran spielt auch NK mit der Welt. Mal sind beide gesprächsbereit (Teheran wieder am 13./14. April). Dann aber beharrt NK auf seiner Bombe, Iran auf dem – angeblich friedlichen – Recht zur Urananreicherung. Beide wissen: gescheitert ist die Politik, die Zahl der Welt-Atommächte auf die fünf UN-Vetostaaten zu beschränken: USA, Russland, China, Frankreich und England. Die Welt, vor allem Europa müssen Wege suchen, eine Staatenwelt mit ca. 20 Atommächten “zivil” zu ordnen, vertraglich also. Continued…

Posted in Europa: unsere Zukunft, Neuer Westen: Russland, USA - Scharnier Europa, Tacheles, Weltfriede 2050: Kooperation der Kontinente.


Wertegemeinschaften im Dauerstress

Nato mit USA trotz Guantanamo - Realpolitik, aber nicht in der eigenen Familie! - Ungarn etcetera

 In der neuen Woche legt Ungarns Regierung – trotz Zweidrittel-Parlamentsmehrheit – von Antidemocratiae hoffentlich gesäuberte  Gesetzentwürfe zur Unabhängigkeit der Notenbank, der Richter und zum Datenschutz vor. Nach lauten Protesten gegen die EU-„Bevormundung“ fügt sich Budapest Europas Einwänden gegen Regelwerke und Praktiken dieses Mitgliedststaats, die europäisches Recht brechen. Bleibt es beim Umdenken, wird Brüssels EU-Kommission ihre Klagen beim  EuGh (Luxemburg) – den höchsten EU-Richtern – wohl stoppen können. Europas Protest hätte geholfen. Noch unlängst titelte der Pariser „Monde“ gegen den Autor der ungarischen Fehltritte: „L`Homme qui fait peur à l`Europe“ – der Mann, der Europa Angst macht: Ministerpräsident Orban. Continued…

Posted in Europa: unsere Zukunft, Tacheles.


Kein Militärschlag gegen Iran-Bombe!

Mit harten Sanktionen unnötig machen - Auch Moskau hält ein Auge drauf

Die EU-Sanktionen gegen Irans bombenverdächtige Urananreicherung erreichen ein „nie“ erlebtes Ausmass. So Londons Aussenminister Hague. Sie sollen – auf Drängen vor allem Frankreichs, Deutschlands und Englands – einen Militärschlag Israels unnötig, zudem Teherans islamistisches Regime zunehmend unpopulär im eigenen Lande machen. Der kürzliche Israel-Besuch des US-Generalstabchefs Dempsey gehört zu Bemühungen auch Washingtons, einen israelischen Luftschlag gegen Irans Atomanlagen auszuschliessen. Iran rudert vielleicht zurück: Soeben lief der US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ in die Hormus-Strasse ein – problemlos. Noch vor zwei Wochen hatte Irans Generalstabchef Ataolla Sakhi vor solch einer Operation gewarnt. Continued…

Posted in Allgemein, Europa: unsere Zukunft, Nahost-Friedenszone nach EU-Modell, Neuer Westen: Russland, USA - Scharnier Europa, USA: unsere Hoffnung.


Europas Wertegemeinschaft hat Fragen an den jungen Partner Ungarn

Die demokratische Verlässlichkeit des EU-Mitglieds Ungarn kommt wieder ins Gerede. Seine Tradition als Demokratie ist noch jung seit dem europäischen Umbruch von 1989/90, als der Sowjetmacht osteuropäische Herrschaft endete. Daran hatte Ungarn, damals noch Teil des Ostblocks, mit der Öffnung seiner Grenzen zu Österreich für Tausende DDR-Bürger unvergesslichen Anteil. Heute aber häufen sich unerfreuliche Nachrichten, die die EU als demokratische Wertegemeinschaft nicht schweigen lassen können. Continued…

Posted in Bohle fragt, Europa: unsere Zukunft, Tacheles.


Moskaus den Deutschen angebotene Energie-Allianz kann und muss europäisiert werden

Russlands Energieminister Schmatko schlägt den Deutschen die „weitreichende“ Energie-Allianz vor (Süddeutsche Zeitung, 14.11.). Das Blatt spricht gleich im ersten Satz vom „ungeliebten Partner“. Doch die Wirtschaft weiss es besser. Die grössten Energiekonzerne – E.on und RWE – sind (Deutschlands Kernkraft-Ausstieg fest im Auge) tief in der Verhandlung mit Russlands Energieriesen Gazprom, der bereits 40 Prozent des deutschen Bedarfs liefert. Die eben eröffnete Ostsee-Pipeline „Nord Stream“ soll jährlich 55 Milliarden Kubikmeter aus Sibirien liefern, vor allem auch nach Tschechien, Holland und Britannien. Europas Energiesicherheit kann merklich gewinnen mit Russlands WTO-Beitritt: Unterzeichnung in Genf am 13. Dezember. Continued…

Posted in Berlin-Paris: Europas Motor, EU-Russland: unser Schicksal, Tacheles.


Ermahnungen aus der $-Intensivstation – Europa soll es besser haben

Mit Europas „Durchwursteln“ in der „Euro-Krise“ müsse Schluss sein, ruft der (amerikanische) Weltbankchef Zoellick. Zuvor hatte Präsident Obama beim G-20-Gipfel mit Ermahnungen erstaunt.
Er tat in Cannes, als erlebten wir seit 2007 eine europäische, nicht die seit
1929 zweite Finanzkrise, die Amerika den Völkern der Welt beschert, basierend
auf Jahrzehnten stabilitätsfeindlicher Misswirtschaft. Da findet Luxemburgs Premierminister
Juncker, Chef der Euro-Gruppe in der EU, in New York wie London ungenügend Gehör mit der simplen Wahrheit, der Euro sei gar nicht in der Krise. Die angelsächsische Welt aber hofft, die Konkurrenzwährung zum US-Dollar doch noch loszuwerden. Dessen Wege aber wird der € nicht gehen. Continued…

Posted in Europa: unsere Zukunft, Stabilität heisst "Sozialer" Markt, Tacheles.


Schicksalsverband Europa

Krise erzwingt Politische Union - Sogar London beginnt zu begreifen

Im britischen Unterhaus lehnten soeben 483 gegen 111 Volksvertreter eine Volksabstimmung über die fortdauernde EU-Mitgliedschaft ab. Dies, obwohl 49 Prozent der Wähler sie befürworten – im europa-unwilligen
Britannien. Im Deutschen Bundestag stimmen um die 80 Prozent der Abgeordneten für Kanzlerin Merkels „Rettungsschirm“politik, egal ob Regierungsfraktionen oder Opposition. Beide Abstimmungsrunden zeigen:
Alle mögen schimpfen auf die EU. Doch auf sie verzichten wollen die politischen Klassen in den EU-Ländern mehrheitlich längst nicht mehr. Nationalistische „Populisten“ finden noch Gehör bei Ewig-Gestrigen oder politischen Analphabeten. Auch damit wäre aber überwiegend Schluss, böte die EU das Bild
eines funktionsfähigen Wagnisses. Tatsächlich ist der Anblick „desaströs“, wie der Eurogruppenchef beschreibt, Luxemburgs Premierminister Juncker. Doch diese schwerste Krise europäischer Einigung seit dem Beginn 1949/50 bietet „ein Gelegenheitsfenster zur grundlegenden Neuausrichtung“ – offen sei es „wie seit Jahrzehnten nicht mehr“. Das sagt eine Untersuchung der „Friedrich-Ebert-Stiftung“ (FES). Es ist Zeit für Europas Politische Union – derer die das wollen und können. Continued…

Posted in Berlin-Paris: Europas Motor, Europa: unsere Zukunft, Tacheles.


Lissabon – Brüssel – Wladiwostok … Vision Putins, des “Europäers” in Moskau

Weltstrategische Strippenzieher, gierige Teile der „Finanzmärkte“, auch Buchhalterseelen in den EU-Hauptstädten verstellen oder verwirren Europas Eliten zurzeit den Blick auf die wirklichen Zukunftsprobleme des Kontinents, die nur gemeinsam lösbar sind. Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin liefert die in der EU fehlende Vision mit seinem Plan einer „Eurasiatischen Union“ bis 2015. Mitglieder sollen Russland, bis zu acht Teilrepubliken der früheren Sowjetunion und die EU sein: Über 750 Mio. Menschen – potentielle Konsumenten, mit dem weltweit kaufkraftstärksten EU-Markt und fast unerschöpflichen Rohstoffreserven. Das westliche Echo lässt aber auf sich warten. Am 1. November findet in Berlins Russischer Botschaft erstmals ein Kamingespräch ausgesuchter Teilnehmer mit Botschafter Grinin über dieses Thema statt. Allerdings unter dem Titel:”Von Vancouver bis….” Der Missionschef moderiert mit dem Russland- und Kremlexperten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Rahr. Continued…

Posted in EU-Russland: unser Schicksal, Neuer Westen: Russland, USA - Scharnier Europa, Tacheles, USA: unsere Hoffnung.


Kein “Ende Europas”, auch wenn es Geld kostet

Die Krise ist keine europäische. Vielmehr zeigt sie die Mängel blinder
Globalisierung. Verliefe sie geordnet wie in der EU, hätte die Finanzmarktkrise
nie freizügigst auf die Welt übergegriffen. Wie 1929 schon. Die USA haben die
politischen Zügel in der Finanz- und Gesellschaftspolitik den Interessen der
Geldeliten ausgeliefert – gewollt und progressiv. Weiter unbelehrbar trotz der
drohenden Weltkatastrophe verweigern Amerika (und England) die scharfe
Kontrolle, die Besteuerung der Finanzmärkte –  also desinteressiert am Profit. Des
Gemeinwohls wegen. Auch die Globalisierung der übrigen Wirtschaftsfelder
beherrschen deren Interessenten. Die Welthandelsorganisation WTO, überwiegend
zerstritten unter 154 Staaten, scheidet als Kontrollorgan aus. Die
Globalisierung ist das Stützungssystem der Upper Ten dieser Welt. Das kann anders werden. Continued…

Posted in Elite ist Dienen+Führen, Europa: unsere Zukunft, Stabilität heisst "Sozialer" Markt, Tacheles.


“Freie” Wirtschaft nur für disziplinierte Spieler

Soziale Selbstreinigung bei den Angelsachsen - Übergreifen auf Europa, schon zum weekend?

Alarmiert stellt sich eine
Spitzeninstitution der USA hinter die „Occupy Wall Street“-Protestbewegung
gegen soziales Unrecht. „Foreign Affairs“ (FA v. 12. 10.), die einflussreiche
Zwei-Monatsschrift des Council on Foreign Relations (cfr), sieht vom jetzigen
Wirtschaftssystem einseitiger Begünstigung der Reichen die Stärke der
amerikanischen Demokratie bedroht. Titel einer ganzen Artikelsalve:“Der gebrochene
Vertrag – Niedergang Amerikas.“ Das US-Fachorgan für Aussenpolitik tritt damit wenige
Tage vor einer neuen Protestserie an, die „Occupy Wall Street“ (OWS) am
Wochenende in den USA plant, zudem in Kanada, Australien, vielleicht in London.
In Facebook ist auch schon von „Occupy Frankfurt“ die Rede. Steht das
Übergreifen auf Europa bevor? Continued…

Posted in Allgemein, Elite ist Dienen+Führen, Stabilität heisst "Sozialer" Markt, Tacheles, USA: unsere Hoffnung.